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Ins Blaue hinein - Wandern in der Natur

29.03.2014 – Seit ich mich erinnern kann, ist der 1. Mai mit Wandern verknüpft. Nachdem wir zunächst die leider unvermeidliche politische Aufgabe des Schwenkens des Winkelements hinter uns gebracht hatten, nahmen wir die rote Nelke wieder ab. Dann schnürten wir die Stiefel und zogen als buntes Völkchen gemeinsam mit Freunden in die Natur. Im Gepäck hatten wir frisches Brot, Emmentaler, ungarische Salami, Äpfel und selbstgebrauten Holunder- und Apfelsaft. Die Rast auf einer grünen Wiese ließ zum Glück nie lange auf sich warten. Mit erleichtertem Gepäck war die Tour dann um so fröhlicher und unterhaltsamer.

Mit Wandern verbinde ich verschiedene, für mich sehr schöne Dinge:

Die Schönheit der Natur

Unberührte Landschaft bietet so viel für alle Sinne: Vögel zwitschern, Hummeln summen, Blätter rascheln, Plätschern von Wasser, Schritte auf Kies, das Knacken von Ästen unter den Sohlen. Klopft ein Specht, vergewissere ich mich stets, dass ich mein Portemonnaie dabei habe. Meine Omi meinte immer “Hörst Du heuer erstmals den Specht und hast Geld dabei, reicht’s für’s ganze Jahr.”

Natur ist auch der Duft von Blüten, Sträuchern, Wiese, Feldern, Wald. Den Temperaturumschwung fühlen, wenn Du aus dem kühlen Schatten der Bäume auf eine sonnige Lichtung trittst. Sonnenstrahlen, die durch saftig grüne Blätterdächer scheinen. Das diamantene Reflektieren der Sonne auf einem See. Der Wind, der die Haare verwuschelt. Der Geschmack von wilden Erdbeeren, Brombeeren oder Heidelbeeren auf der Zunge.

Beim Wandern habe ich Zeit und Ruhe, alles zu genießen. Beim Anblick von Streuobstwiesen, überwucherten Waldwegen und gelben Rapsfeldern vor strahlend blauem Himmel überkommt mich die Freude am Fotografieren. Ich möchte diese genialen Bilder festhalten. Mich später – an grauen Tagen oder wenn es unvermeidlich ist, im Büro zu sitzen – daran erinnern.

Die Gesellschaft – schweigen und reden

Wandern mit Freunden ist aber mehr: Es ist gemeinsam ins Blaue gehen, etwas zusammen unternehmen. Miteinander plaudern – und nichts sagen müssen. Sich auf das Tempo des anderen einlassen. Sie/ihn vorneweg ziehen oder hinterhertrollern lassen. Sich wieder treffen. Einvernehmlich auf einem Ausblick in die Ferne schweifen. Erfahrungen und Erlebnisse, Ratschläge tauschen. Zuhören, mitdenken, Proviant teilen.

Unterwegs erfahre ich allerlei über meine Begleiter. Sind es Strategen, die einen fertigen Plan ausgearbeitet haben und nun minutiös umsetzen? Sind es Freigeister, die ihre Intuition beherzigen? Wie führt sie/er? Wie folgen die anderen? Sind es Frohnaturen oder Quälgeister? Gibt sie/er auf Schwächere acht? Wird das Vesper brüderlich geteilt? Bleibt die Gruppe beisammen? Bilden sich Grüppchen? Gibt es Einzelgänger? Vom Schnatterinchen bis zum Wortkargen sind mir unterschiedliche Persönlichkeiten begegnet.

Mehr Bauch und Herz, weniger Kopf

Wenn ich loswander, brauche ich zunächst zirka eine Stunde, bis meine Gedanken sortiert sind. Das ist die Zeit, die ich mich gern austausche oder auch schweige. Irgendwann schaltet mein Kopf auf Pause. Und meine Sinne stehen auf “Aufnahme”. Spätestens jetzt genieße ich es, zu schweigen. Einem tiefschürfenden Gespräch zuzuhören oder gar zu diskutieren ist mir aufgrund der zahlreichen Impressionen (siehe oben) zu viel. Sinnvolle Sätze bringe ich dann eher wenig zusammen. Auch wenn ich es in Gesellschaft hinderlich ist, kognitiv eingeschränkt zu sein – ich genieße diese Zeit.

Das, was im Alltag so super wichtig ist, wird so wieder zurecht gerückt. Es ist eine ganz besondere Form der Entspannung. Ich habe gelernt, darauf zu vertrauen, dass mein Unterbewusstsein durchaus weiter für mich arbeitet. Ideen, die ich beim Wandern entwickle, sind ohne Aufschreiben später – im richtigen Moment – abrufbar. Das macht es mir sehr leicht, unterwegs einfach loszulassen. Geistesblitze kommen und gehen. Ich lasse sie an mir vorbei ziehen. Ich verarbeite dadurch etliche Eindrücke aus meinem Alltag. Eine Wohltat!

Mein persönliches Wander-Setup

Denke ich an meine schönsten Ausflüge im Freundeskreis, so weiß ich von mir: Ich mag es, beim Wandern Zeit zu haben. Daher mag ich Ganztages-Wanderungen ohne fixe Zielvorgaben in Kilometern oder Stunden. Nicht zu früh aufstehen müssen, kommt mir auch entgegen. Mit Einbruch der Dunkelheit zurück sein, ist gut. Und ich mag es, Touren zu gehen, weniger Hin-Zurück-Märsche oder Drei-Mal-im-Kreis-Laufen.

Besonders genieße ich eine Mischung aus sich angenehm unterhalten und schweigen können. Ich mag die Kombination aus meinem Tempo und mich auf andere einlassen. Meinen Schnitt von 4-6 km pro Stunde (je nach Gelände) schaffe ich zurzeit vermutlich nicht. Schnelle Läufer sind mit mir eher nicht glücklich. Ich teile gern mein Essen – am liebsten mit allen. Nicht freigiebig bin ich beim Wasser. Dafür ist jeder selbst verantwortlich.

Ich mag es, vorbereitet zu sein und nicht sklavisch dem Plan zu folgen. Ich kann führen, freue mich jedoch genauso, geführt zu werden. Am besten funktioniert meine Orientierung, wenn ich auf meine Intuition und Erfahrung vertraue. Dafür brauche ich wiederum Zeit und mag es überhaupt nicht, dabei gehetzt zu werden.

Ich mag am Wandern das Einfache und Minimalistische. Wobei ich eine gute Ausrüstung (Schuhe, Kleidung, Rucksack, Wanderkarten) durchaus zu schätzen weiß. Im Setup nicht fehlen darf meine Spiegelreflex. Obschon ich mich an manchen Tagen bewusst entscheide, keine Kamera mitzunehmen und die Tour dann in meinem persönlichen Schatzkästchen verwahre.

Kleine Blogparade oder Gastbeitrag?

Ich bin neugierig: Was ist Dein Wandergenuß? Was verbindest Du mit wandern? Wie sieht für Dich der ideale Wandertag aus? Was nimmst Du mit? Was lässt Du zu Hause? Ich freue mich über Gastbeiträge oder Links in einer freien, zeitlich unbegrenzten Blogparade.

Viel Freude auf Schusters Rappen wünscht,

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